Arigato – Yoro-cho

Von 2. Dezember 2019 Yôrô-chô

Es war ein umfang­rei­ches, viel­fäl­ti­ges und auf­wen­di­ges Pro­gramm, das der ört­li­che Part­ner­ver­ein des IKUS in Bad Sodens japa­ni­scher Part­ner­stadt Yoro-cho für die sechs Teil­neh­mer des dies­jäh­ri­gen Kul­tur­aus­tauschs orga­ni­siert hat­te.

Ein Tref­fen mit Offi­zi­el­len der Stadt gehör­te dazu – genau­so wie ein Besuch der ört­li­chen Grund­schu­le. Bei einer Lehr­stun­de beim Kal­li­gra­fie­meis­ter, bei Koto- und Taiko­vor­füh­run­gen gab es Ein­bli­cke in bil­den­de und musi­ka­li­sche Küns­te. Vor­trä­ge, Besu­che von Schrei­nen und Tem­peln in Japans geschicht­li­cher und kul­tu­rell bedeu­tends­ten Stadt Kyo­to ermög­lich­ten einen Über­blick in die Welt des Schin­to­is­mus.

Eine Ein­füh­rung in die tie­fe­re Bedeu­tung einer Tee­ze­re­mo­nie durf­te nicht feh­len, genau­so wie Vor­trä­ge der Bad Sode­ner zur deut­schen Kul­tur. Letzt­end­lich bil­de­ten gemein­sa­me Fei­ern wei­te­re Höhe­punk­te des offi­zi­el­len Pro­gramms, dass allen Betei­lig­ten viel Spaß berei­te­te.

Doch auch die zwei­te Sei­te des Kul­tur­aus­tauschs, das Leben in einer japa­ni­schen Fami­lie, lie­fer­te der Sode­ner Kul­tur­grup­pe einen tie­fen Ein­blick in die doch so ande­re Lebens­wei­se der Japa­ner. Waren es die unter­schied­li­chen Sitz- und Schlaf­ge­wohn­hei­ten, das für mit­tel­eu­ro­päi­sche Gepflo­gen­hei­ten unge­wöhn­li­che Früh­stück oder aber die Freund­lich­keit, Neu­gier und Offen­heit, die in den vie­len Gesprä­chen von den japa­ni­schen Gast­ge­bern gezeigt wur­den, all das führ­te dazu, dass tie­fe­re Bin­dun­gen ent­stan­den sind, die dank e-mail auch wei­ter­hin Bestand haben und gepflegt wer­den.

Ver­ständ­nis für die ande­re Kul­tur und neue per­sön­li­che Ver­bin­dun­gen – die dies­jäh­ri­ge Rei­se nach Yoro-cho war (wie­der) ein Kul­tur­aus­tausch par excel­lence.