
Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit wurde in vier Tagen im Teamwork zwischen IKUS und „Sister Cities of Franklin and Williamson County, Tennessee, die Ausstellung über Freundschaft, Demokratie und verbindende Perspektiven im Badehaus aufgebaut. Das Künstlerduo Rosario Aróstegui und Victor Alaluf kreierte drei Installationen, die im Rahmen von World Design Capital Frankfurt Rhein Main 2026 das Motto „Design for Democracy – Atmospheres for a better life“ versinnbildlichen.
Etwa 400 Besucher wandelten am 5.9.2026, dem Eröffnungstag, durch die Räume, um mehr über Franklins Geschichte und Kultur zu erfahren.
Der Delegation mit 25 Gästen, darunter Stadtverordnete und Sister-City-Mitglieder, mit Bürgermeister Dr. Ken Moore an der Spitze, wurde vom IKUS und der Stadt Bad Soden ein herzliches Willkommen bereitet. Angeboten wurden eine Führung durch Bad Soden, Kronberg und das Schloßhotel, die Frankfurter Neue Altstadt, eine Bootstour auf dem Main und vielfältige Restaurantbesuche. Hessische Spezialitäten werden dabei stets lebhaft diskutiert und verglichen. Bürgermeister Moore nahm erst an einer Pressekonferenz teil und unterhielt sich später mit Schülern aus der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach. Während Stadtverordneter Matt Brown die Gelegenheit nutzte, um sich mit Schülern der Mendelssohn-Bartholdy-Schule über amerikanische Stadtpolitik, Familienleben und berufliche Werdegänge auszutauschen.
Beim feierlichen Abend im Bürgerhaus in Neuenhain trugen sich beide Bürgermeister ins Goldene Buch der Stadt ein. Bürgermeister Dr. Blasch überreichte eine Plakette, die symbolisch für einen in Franklin zu pflanzenden Baum stand. Dr. Moore schenkte eine speziell für Dr. Blasch angefertigte Gitarre. Der amerikanische Generalkonsul Brian Heath sprach über Freundschaft, Kultur, Geschichte und gemeinsame Werte – am Samstagabend kam er überraschenderweise noch einmal nach Bad Soden, ließ sich von Kurator Michael Hein durch die Ausstellung führen und genoss entspannt die Gespräche mit den Amerikanern und Deutschen im Alten Kurpark.
Einen weiteren Höhepunkt bildete das Deutsch-Amerikanische Fest. Verschiedene Livebands, darunter das Blues House, sorgten bis spät in die Nacht für großartige Stimmung. Es gab verschiedene Foodtrucks, Getränke, einen IKUS und einen „Visit Franklin“-Stand mit Infobroschüren. Beim Elvis-Presley-Verein konnte man sich entsprechend mit einer „Elvis-Figur“ ablichten lassen. Den grandiosen Abschluss des Abends bildete ein musikbegleitetes Feuerwerk über der großen Wiese des Kurparks.
Während am Sonntag, den 6.9. bereits ein Teil der Delegation zurück in die USA reiste, lauschten im Badehaus ab 16 Uhr etwa 40 Besucher dem Künstlergespräch zwischen Musiklegende Pamela Lewis und dem ehemaligen HR Musik Moderator Markus Hertle. Im Anschluss sprachen Kurator Michael Hein und Rosario Aróstegui über die Zusammenhänge zwischen zufällig gesammelten Objekten in Tel Aviv und New York, Kunstinstallationen, Recycling und die Spuren, die diese hinterlassen. Bei Kaffee und „homemade cake“ klang der lebhafte Nachmittag aus.
Das Wochenende hat eindrucksvoll gezeigt: Eine Städtepartnerschaft wird nicht nur auf dem Papier besiegelt, sondern in Gesprächen, im Lachen und in gemeinsamen Momenten – und genau diese menschlichen Verbindungen sind das Herzstück der deutsch-amerikanischen Freundschaft zwischen Franklin und Bad Soden.