Franzensbad / Tschechien

Franzensbad im nordwestlichen Winkel Tschechiens muss wohl jeden Neuankömmling verblüffen. Warum? Aus naturverbundenem Hinterland gerät man schlagartig in einen Ort wie Zitronenbaiser. Schönbrunngelb und stuckweiß, so leuchtet das Städtchen aus der sommerlichen Abenddämmerung, ein makelloses K. u. K. Bühnenbild. Sein Erscheinungsbild ist von Maß und Eleganz. Trotz verschiedener Stileinflüsse aus historischer Architektur– Gotik, Renaissance, Rokoko und Barock – haben sich die Bauten in Franzensbad ihre klassizistische Erhabenheit, die wir heute im Unterbewusstsein als natürliche Kurort-Architektur wahrnehmen, bewahrt. Zusammen mit Karlsbad und Marienbad gehört es in die Kategorie der Weltbäder. Durch seine urbanistische Lösung, Architektur sowie das Konzept der Grünanlagen wurde es zu einer Art Vorbild eines vollkommenen Heilbades.


Die Franzensbader Quellen gehören zu den natürlichen heilenden Mineralwassern des sogenannten kalten schwefelalkalischen Sauerbrunnens. Die berühmten „Sauerbrunnen“ gingen bereits im 16. Jahrhundert in keramischen Flaschen in alle Länder Europas. 1793 erhielt der Ort dann den Bäderstatus unter der Bezeichnung „Kaiser Franzensdorf“ und ist ab dem Jahr 1807 als „Kaiser Franzensbad“ bekannt. Das Eisensulfid–Moor ist weltweit ohne Konkurrenz. In dieser unveränderten Situation konzentrieren sich die 5200 Einwohner im Wesentlichen auf die Kuraktivitäten. Die Begegnungen auf städtepartnerschaftlicher Ebene mit Bad Soden sind sportlicher und kultureller Art. Regelmäßige Teilnahme an Stadtfesten, sowie die Veranstaltung von Musikkonzerten und verständigungspolitischen Seminaren waren in der Vergangenheit ebenso Bestandteil der Begegnungen wie Schüleraustausch und Sportveranstaltungen. Sie sind Grundlage für die weitere Entwicklung und den Austausch in einem zusammenwachsenden Europa. Unser Interesse gilt dem Ausbau dieser Freundschaft, und dazu laden wir Interessierte herzlich ein.