Kulturförderpreis 2011

IKUS erhält Kulturförderpreis 2011 der Stadt Bad Soden am Taunus

Zum zweiten Mal nach 2006, wurde dem IKUS am 28. November im Bürgerhaus von Neuenhain ein ..... 

Kulturförderpreis der Stadt Bad Soden, welcher unterstützt wird von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, überreicht. Die Jury beurteilte die dem IKUS obliegende Pflege der Beziehungen mit Bad Sodens Partnerstädten als vorbildlich. Darüber hinaus wurde die Spendenaktion "Japanhilfe" als beispielhaft für den engagierten Einsatz der Mitglieder bewertet. Der Preis ist mit Euro 500,- dotiert.

Die Kreativität der Jugend

Auszeichnung für Heuss-Schüler und die junge Kantorei. Gestern Abend wurde im Bürgerhaus in Neuenhain der Kulturförderpreis der Stadt verliehen. Die Jury hatte es sich bei der Auswahl der Preisträger nicht leicht gemacht.

 

Von Brigitte Kramer

 

Bad Soden. Das Kulturleben in der Kurstadt wird von Jahr zu Jahr reicher und präsentiert sich auf immer höherem Niveau. So war es für die Jury eine echte Herausforderung, aus den 14 eingesandten Bewerbungen die Gewinner des Kulturförderpreises der Stadt für 2011 herauszufiltern. Schließlich fiel die Wahl auf vier Kandidaten, wobei die Kreativität der Jugend im Vordergrund stand. Dass die Wahl keine verkehrte war, wurde gestern Abend deutlich, als zwei der Ausgewählten bei der Feier zur Preisverleihung Auszüge ihres Könnens präsentierten.

 

Preisträger sind in diesem Jahr die Klasse 4d der Theodor-Heuss-Schule mit ihrem Musical "Kalif Storch", die "Junge Kantorei" mit ihrer Neujahrsrevue im Bürgerhaus sowie der Städtepartnerschaftsverein IKUS mit seinen vielfältigen Aktivitäten in diesem Jahr. Diese drei Gruppierungen teilen sich das Preisgeld von insgesamt 2500 Euro, das von der Frankfurter Sparkasse gestiftet wird.

 

Erstmals vergab die Jury einen Sonderpreis, der nicht mit einer finanziellen Anerkennung verbunden ist. Die Ausstellung der Künstlerin Carin Gudda in der Stadtgalerie und im Alten Kurpark habe in der Kurstadt ein großes öffentliches Interesse gefunden, sagten die Juroren. Deshalb sprachen sie der Galerie Elzenheimer aus Schwalbach, die diese Veranstaltung ausgerichtet hat, eine Anerkennung aus (siehe "Extra" rechts).

 

Ein Juwel

Den ersten Preis mit 1000 Euro erhielt die Klasse 4d der Theodor-Heuss-Schule, die mit ihrer Aufführung in den Augen der Jury etwas ganz Außergewöhnliches geleistet hat. Für die 23 Kinder der Grundschulklasse hatte Musiklehrerin Annegret Wilde Wilhelm Hauffs Märchen "Kalif Storch" herausgepickt. Annegret Wilde hat die Geschichte des Kalifen von Bagdad und seines Großwesirs, die sich in Störche verwandeln, szenisch und musikalisch in ein Musical umgesetzt. Jedes Kind bekam eine eigene Rolle und konnte auf der Bühne agieren.

Die Schüler traten sowohl einzeln als auch im Chor auf. Das Bühnenbild und die fantasievollen Kostüme wurden von den Eltern angefertigt. Die Aufführung dauerte 75 Minuten, was den Mädchen und Jungen eine hohe Konzentration abverlangte. Am Keyboard wurden sie von Lehrerin Maria Brockmeyer begleitet.

Vier Aufführungen des Musicals gab es in der Turnhalle der Theodor-Heuss-Schule. Damit begeisterten die Kinder mehr als 1000 Zuschauer. Annegret Wilde ist für die Sodener Grundschule ein Juwel. Bereits 2005 hatte sie mit ihren Schülern für das Musical "Schneewittchen" einen Kulturförderpreis erhalten.

 

Für Furore gesorgt

Die Junge Kantorei wurde erst im Dezember 2009 gegründet, hat aber mit ihrer Neujahrsrevue im Januar 2011 im Neuenhainer Bürgerhaus schon Furore gemacht. Das belohnte die Jury mit dem zweiten Platz und ebenfalls 1000 Euro. Mit Songs aus dem berühmten Musical "Cabaret", mit Udo Jürgens Hit "Ich war noch niemals in New York" und seinem "Aber bitte mit Sahne" bis zu Michael Jacksons legendärem "Bad" eroberte sich der Jugendchor die Neuenhainer Bühne. Mit Federboas, in eleganten schwarzen Kleidern und hochhackigen Pumps glitten sie frivol über die Bretter oder schmetterten ihre Songs in lässigen T-Shirts und Jeans. Die 300 Besucher waren begeistert.

Verantwortlich für das Projekt mit den 13- bis 26-Jährigen ist der 30 Jahre alte Tobias Einsiedel, Kantor der katholischen Gemeinde St. Katharina. Die Neujahrsrevue stellte Weichen bei der Jungen Kantorei, die nun neben der bisherigen musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten in eine neue Richtung marschieren will.

Die "Riesenbandbreite", die der IKUS-Städtepartnerschaftsverein in 2011 mit seinen Aktivitäten geboten hat, bewog die Jury, den Verein mit dem dritten Preis auszuzeichnen und mit 500 Euro zu belohnen. In der Tat haben die Vereinsmitglieder über das normale Programm mit den vier Partnerstädten, Rueil-Malmaison, Kitzbühel, Franzensbad und Yoro-cho hinaus Unglaubliches geleistet.

 

Hilfe für Yoro-cho

Nach dem Erdbeben in Japan am 11. März starteten sie spontan eine Spendenaktion. Sie nutzten die Gemäldeausstellung der japanischen Künstlerin Yasuko Göhler im Badehaus, um für Spenden zu werben. Anfang Mai organisierte IKUS ein Wochenende der Solidarität. Die Sodener Künstlerin Ingrid Hellfritz stellte ihre Arbeiten in der Stadtgalerie aus und bot sie zum Verkauf an. Den Erlös spendete sie für die Erdbebenopfer. Workshops fanden statt, eine Teezeremonie – immer floss der Erlös in die Spendendose. 15 450 Euro konnte IKUS schließlich nach Yoro-cho überweisen.

 

Positives Echo

Die Initiativen rund um den Neuenhainer Herbstmarkt Ende September waren ein weiterer Schwerpunkt des Vereins. Neben dem Partnerschaftsstand in der Schulstraße gab es erstmals ein Schachturnier mit acht Spielern aus Rueil-Malmaison und Franzensbad. Der Sodener Schachclub hatte zu dem Turnier im Bürgerhaus eingeladen. Parallel dazu gab es ein Kräftemessen der Boulespieler von Rueil-Malmaison und Bad Soden im Alten Kurpark. Und zum zweiten Mal stellten Künstler aus Rueil ihre Arbeiten im Bürgerhaus aus.

"Wir haben den Eindruck, dass die Aktivitäten von IKUS auf ein sehr positives Echo der Bevölkerung stoßen", dieser Einschätzung der Vereins-Initiatoren schloss sich die Jury bei der Vergabe des Kulturförderpreises an.

 

Höchster Kreisblatt online. Artikel vom 28. November 2011, 21.00 Uhr

Die IKUS-Bewerbung für den Kulturförderpreis 2011
Die IKUS-Bewerbung zum Nachlesen.
Bewerbung-Kulturförderpreis-2011.pdf
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