Yôrô-chô

Das jüngste Mitglied im Kreise Bad Sodener Städtepartnerschaften liegt nicht in Europa, sondern in Japan. Während der 800-Jahrfeier Bad Sodens 1991 wurde eine Freundschaftsurkunde auf der Kurhausterrasse in Bad Soden unterschrieben. Im Dezember 2003 beschlossen beide Stadtparlamente eine Städtepartnerschaft, die am 16. Februar 2004 offiziell besiegelt wurde. Schon 1987 fanden, ausgehend von Japan, erste Gespräche statt, und noch im selben Jahr reisten „Erkundigungsgruppen“ nach Bad Soden. Damals war es die Sportjugend von Yôrô-chô, die mit der Turngemeinde Bad Soden Kontakt suchte. Seitdem kommen im jährlichen Turnus Sportgruppen nach Bad Soden oder junge Bad Sodener Sportler fahren nach Yôrô-chô. Die Jugend wird damit zum jeweiligen Botschafter ihres Landes. Seit 1998 wurde der Austausch um eine Kulturgruppe erweitert. Auch dieser Austausch findet im Zwei-Jahres-Turnus statt. Deutsche Kultur wird nach Japan gebracht, japanische Kultur wie Teezeremonie, Ikebana, kulinarische Aktivitäten und japanische Künstler, präsentiert sich in Bad Soden. Yôrô-chô findet man in der Präfektur Gifu auf der Hauptinsel Honshu zwischen Osaka und Nagoya. Umgeben von reicher Natur liegt der ca. 35.000 Einwohner zählende Ort am Fuße einer Bergkette, umrahmt von drei Flüssen. Seinen Bekanntheitsgrad in Japan erlangt Yôrô-chô vor allem durch seinen gleichnamigen Wasserfall sowie den Themenpark Yôrô Tenmei Hantenchi (Umkehrung des Schicksals). Da sich Japan wirtschaftlich ähnlich darstellt wie Deutschland, ist Yôrô-chô als Partnerstadt eine ideale Verbindung. Das gegenseitige Kennen lernen der jeweiligen Geschichte und Kultur trägt dazu bei, den anderen Partner zu akzeptieren und zu respektieren und, auch aufgrund der Globalisierung, über den eigenen Tellerrand hinweg zu schauen.